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INHALT:

DAS DREIMÄDERLHAUS

   
Wien, 1826. Hofglasermeister Christian Tschöll und seine Frau Marie haben drei Töchter, Hederl, Heiderl und Hannerl. Die beiden Älteren wollen sich heimlich zu einer Verabredung mit ihren Liebhabern begeben und Hannerl, die Jüngste, soll sie als „Gardedame“ begleiten. Im selben Hause wohnt auch der berühmte, aber arme Komponist Franz Schubert, der zur selben Zeit seinen exzentrischen Freundeskreis, darunter auch den Baron Franz von Schober, empfängt.

   Unvermutet taucht Vater Tschöll auf, der seinen Töchtern gefolgt ist, also führen diese ihn gemeinsam mit den Künstlerfreunden geschickt hinters Licht und machen ihm weis, dass sie lediglich Hannerl zu Gesangsstunden bei Franz Schubert begleitet hätten. Im selben Atemzug gelingt es ihnen, ihm die Liebhaber der beiden Älteren vorzustellen – und nach einigen Gläsern Wein willigt der Vater in deren Verlobung ein. Doch die Gesangsstunden sind nur ein Vorwand, denn bei Hannerl entsteht eine ernste, schüchterne Zuneigung für Schubert, wobei unklar ist, ob ihre Gefühle ihm oder mehr seiner Musik gelten.

   Nach einigen Wochen des Unterrichts scheint Hannerl Schubert aufrichtig zugetan, er aber bringt es nicht über sich, seine Gefühle auszudrücken. Im Hause Tschöll findet die Doppelhochzeit von Hederl und Heiderl statt. Da taucht die Hofopernsängerin Giuditta Grisi auf, die vermutet, dass Franz von Schober, mit dem sie eine Liaison unterhält, Hannerl den Hof macht. Von Eifersucht getrieben, warnt sie nun Hannerl vor dem berüchtigten „Frauenhelden“ Franz. Damit meint sie natürlich Franz Schober, doch das Mädchen missversteht sie und glaubt, die Sängerin spreche von Franz Schubert. Enttäuscht wendet sie sich innerlich von diesem ab. Schubert bittet nun seinen Freund Schober, dem Hannerl an seiner Stelle das für sie komponierte Lied Ungeduld vorzutragen, um ihr damit seine in Musik gefassten Gefühle zu offenbaren. Hannerl jedoch missdeutet die Worte als Liebeserklärung Schobers an sie.

   Als schließlich die schmerzliche Wahrheit ans Licht kommt, verzichtet Schubert auf Hannerl. Er will ihrem Glück nicht im  Wege stehen und sucht Trost bei seiner wahren Geliebten, der Musik.

(Prof. Uwe Theimer, Dirigent und Intendant)
     

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